Preetz. Die Bilanz der Volkshochschule Preetz (VHS) für 2020 fällt besser aus als zunächst gedacht. Zwar mussten viele Veranstaltungen coronabedingt ausfallen, aber die meisten Kurse konnten trotzdem stattfinden. Die VHS-Leiterin Inga Feldmann kann der Corona-Krise sogar Positives abgewinnen. „Wir haben einen kräftigen Sprung bei der Digitalisierung geschafft, sodass wir zahlreiche Kurse auf Online-Lernmodule umstellen konnten. Sogar fast alle Kurseinheiten der Tanzwerkstatt, die Yoga-Stunden sowie Anleitungen und Tipps zum Gemüseanbau konnten auf diese Weise weiterlaufen“, berichtete Inga Feldmann.

Vor allem aber sei sie von der großen Solidarität vieler Kursteilnehmer und Dozenten beeindruckt, die Gebühren und Honorare gespendet haben, nachdem Kurse abgebrochen oder abgesagt werden mussten.

Letztlich könne sich die Zahl von 217 realisierten Kursen im Vergleich zu den 256 Lehrgängen, die 2019 unter ganz normalen Bedingungen stattfinden konnten, durchaus sehen lassen. „Auch bei den Teilnehmern fällt der Unterschied zwischen 1861 in 2020 gegenüber 2019 mit 2081 Teilnehmern und Besuchern gar nicht so gravierend aus, wenn man bedenkt, dass wir 2019 zahlreiche große Veranstaltungen anbieten konnten“, so Feldmann.

Sie selbst sei im Frühjahr zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort gewesen, nämlich bei einer vom Landesverband der Volkshochschulen organisierten Weiterbildung, bei der es auch um digitales Lernen ging. Mit der Umstellung auf Online-Kurse und Vorträge konnten so auch viele Teilnehmer, die sich etwa noch nie an einer Videokonferenz beteiligt hatten, fit für den Umgang mit digitalen Angeboten gemacht werden.

Auf 2021 blickt Inga Feldmann vorsichtig optimistisch. „Wir beginnen in vielen Themenbereichen mit Online-Kursen. Bei Yoga, Pilates, Zumba und anderen Sportangeboten ist das ja fast schon gängige Praxis. Sogar Malkurse bieten wir im Online-Format an, gemeinsam mit der Förde-VHS, die damit schon gute Erfahrungen gemacht hat.“ Im Februar können sich Vereine per Videokonferenz zum Thema „Mitgliederversammlung in Corona-Zeiten: rechtlicher Rahmen und praktische Umsetzung“ informieren. Für April ist ein Workshop zu „Gelingende Kommunikation für erfolgreiches Ehrenamt/Engagement“ geplant. Veranstaltungen sind ohnehin erst ab März geplant, in der Hoffnung, dass sie dann auch mit begrenzter Teilnehmerzahl möglich sind. ago

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